Apple Vision Pro erhält M5-Chip- und Komfort-Updates

14

Apples räumlicher Computer, der Vision Pro, erhält mit der Einführung des M5-Chips und einem neu gestalteten Kopfband eine bemerkenswerte Hardware-Aktualisierung. Das Upgrade, das ab sofort vorbestellt werden kann und am 22. Oktober ausgeliefert wird, zielt darauf ab, die Leistung und den Benutzerkomfort zu verbessern und gleichzeitig den hohen Preis des Geräts von 3.500 US-Dollar beizubehalten. Trotz Gerüchten, dass Apple den Fokus auf intelligente Brillen verlagert, deutet dieses Update darauf hin, dass weiterhin in den aktuellen Headset-Formfaktor investiert wird.

Verbesserungen bei Leistung und Akkulaufzeit

Das wichtigste Upgrade ist die Integration des M5-Chips, der schnellere Verarbeitungsgeschwindigkeiten und verbesserte Grafikfunktionen verspricht. Dies führt zu einer bescheidenen, aber spürbaren Verlängerung der Akkulaufzeit: bis zu 2,5 Stunden bei normaler Nutzung, eine Verbesserung gegenüber den 2 Stunden des Originalmodells. Die Videowiedergabe dauert bis zu 3 Stunden und ermöglicht die Wiedergabe von Filmen in voller Länge. Der M5 ermöglicht außerdem flüssigere Bilder mit einer Bildwiederholfrequenz von 120 Hz und reduzierter Bewegungsunschärfe, wodurch möglicherweise die Palette kompatibler Spiele und Anwendungen erweitert wird.

Überlegungen zu Komfort und Gewicht

Apple hat einen der größten Nachteile des ursprünglichen Vision Pro – den Komfort – mit einem neuen Dual Knit-Kopfband behoben. Dadurch werden Elemente der Bänder der ersten Generation kombiniert und eine erstklassige Unterstützungsebene hinzugefügt, die vielen Benutzern fehlte. Das Armband ist separat für 99 US-Dollar erhältlich und mit der Originalhardware kompatibel.

Allerdings ist das aktualisierte Headset schwerer als sein Vorgänger und wiegt je nach verwendetem Riemen zwischen 750 und 800 Gramm (1,6 bis 1,76 Pfund). Diese Gewichtszunahme könnte einen Teil der Komfortgewinne durch das neue Riemendesign ausgleichen.

Neues Zubehör und Softwareintegration

Ein kabelloser Logitech-Stift, der Muse, wird zusammen mit dem aktualisierten Vision Pro auf den Markt kommen und die kreativen Möglichkeiten innerhalb von VisionOS erweitern. Der Stift unterstützt mehrere Kunst- und Design-Apps, darunter Crayon, Doppl, Sketch Pro und Spatial Analogue, die alle Updates erhalten, um die neue Eingabemethode optimal nutzen zu können.

Der Vision Pro unterstützt weiterhin PSVR 2-Controller und demonstriert damit Apples Engagement für plattformübergreifende Kompatibilität innerhalb seines Spatial-Computing-Ökosystems.

Ein Premium-Gerät für Early Adopters

Das Vision Pro bleibt ein High-End-Gerät mit einem happigen Einstiegspreis. Während der M5-Chip eine deutliche Leistungssteigerung gegenüber dem ursprünglichen M2 darstellt, schränken das unveränderte Design und das Fehlen eines Inzahlungnahmeprogramms für bestehende Besitzer seine Zugänglichkeit ein. Der anhaltende Fokus des Vision Pro auf ein Premium-Erlebnis deutet darauf hin, dass Apple immer noch auf einen Nischenmarkt von Entwicklern, Enthusiasten und Erstanwendern abzielt, die bereit sind, in räumliches Computing zu investieren.

Die Zukunft des Vision Pro hängt davon ab, ob Apple die Lücke zwischen Spitzentechnologie und Mainstream-Benutzerfreundlichkeit schließen kann. Bis dahin wird es ein Schaufenster dessen bleiben, was möglich ist, und keine weit verbreitete Computerplattform.