FBI untersucht Malware-verseuchte Spiele auf Steam

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Das FBI ermittelt aktiv gegen einen Hacker, der mehrere Videospiele mit versteckter Malware über die Steam-Plattform verbreitet hat. Dies ist der zweite bekannte Fall einer solchen Aktivität auf dem beliebten PC-Gaming-Marktplatz und gibt Anlass zur Besorgnis über Sicherheitslücken und mögliche weit verbreitete Infektionen.

Mit Malware infizierte Titel

Die Behörde hat in den letzten zwei Jahren mindestens sieben Spiele identifiziert, bei denen der Verdacht besteht, dass sie von demselben Cyberkriminellen entwickelt wurden:

  • BlockBlaster
  • Chemie
  • Dashverse/DashFPS
  • Lampy
  • Lunara
  • PirateFi
    -Tokenova

Diese Spiele sind zwar funktionsfähig, aber als „Trojanische Pferde“ konzipiert, die Benutzer dazu verleiten, unwissentlich Schadsoftware auf ihren Computern zu installieren. Das FBI sucht nun nach potenziellen Opfern, um das Ausmaß des Schadens festzustellen.

Wiederkehrendes Problem

Dies ist kein Einzelfall. Letztes Jahr wurden ähnliche, von Schadsoftware befallene Spiele entdeckt und von Steam entfernt, jedoch nicht bevor sie eine unbekannte Anzahl von Benutzern infizierten. Die Methode beruht auf der Ausnutzung der Steam-Richtlinie zur offenen Plattform, nach der jeder mit minimaler Überprüfung Spiele hochladen und verkaufen kann.

Warum das wichtig ist: Steam ist mit Millionen von Benutzern eine dominierende Kraft im PC-Gaming. Solche Verstöße untergraben das Vertrauen in die Plattform und setzen Spieler ernsthaften Sicherheitsrisiken aus, darunter Datendiebstahl, Finanzbetrug und Fernsteuerung infizierter Geräte. Die Tatsache, dass dies zweimal passiert ist, deutet darauf hin, dass Schwachstellen in den Sicherheitsmaßnahmen von Steam behoben werden müssen.

Kontaktaufnahme mit den Ermittlern

Das FBI fordert jeden, der diese Spiele heruntergeladen oder gespielt hat, auf, sich zu melden. TechCrunch stellt sichere Kontaktmethoden bereit, darunter Signal, Telegram, Keybase und SecureDrop, für diejenigen, die potenzielle Infektionen melden möchten, ohne ihre Geräte zu gefährden.

Valve und das FBI haben noch keine offiziellen Kommentare zu dieser Angelegenheit abgegeben. Die Untersuchung ist noch nicht abgeschlossen und es könnten weitere Details bekannt werden, wenn die Behörde weitere Informationen sammelt.

Das Fortbestehen von Malware auf Steam unterstreicht die ständige Bedrohung digitaler Plattformen, die sowohl Entwickler als auch Benutzer dazu zwingt, wachsam gegenüber böswilligen Akteuren zu bleiben.