Die Zukunft der Mixed Reality steht vor der Tür und das neue Galaxy XR-Headset von Samsung gehört zu den ersten Geräten, die KI-gestützte Funktionen direkt in Ihren Alltag integrieren. Obwohl es sich noch nicht um ein ausgereiftes Verbraucherprodukt handelt, zeigt das 1.799 US-Dollar teure Headset, was möglich ist, wenn Android, Google und Spatial Computing kollidieren.
Das Versprechen von „Circle to Search“ im wirklichen Leben
Die herausragende Funktion ist zweifellos „Circle to Search“, eine Funktion, die bereits von Android-Handys bekannt ist und jetzt für den realen Einsatz angepasst wurde. Durch einfaches Umkreisen eines Objekts in Ihrer Sicht zeigt das Headset sofort relevante Google-Suchergebnisse an. Das ist nicht nur eine Spielerei; Es ist ein Einblick in eine Welt, in der Informationen mit beispielloser Leichtigkeit mit der Realität überlagert werden. Die aktuelle Implementierung erfordert ein sperriges Headset, aber das Potenzial für die Integration in zukünftige Datenbrillen ist klar.
Positionierung in der XR-Landschaft
Das Galaxy XR nimmt einen schwierigen Mittelweg ein. Es ist günstiger als Apples Vision Pro, aber teurer als das Meta Quest. Dies positioniert es als High-End-Android-Alternative, die auf der XR-Plattform von Google basiert. Dies ist ein wichtiger strategischer Schritt, da das Android-Ökosystem darauf abzielt, im aufstrebenden XR-Markt mit Apple und Meta zu konkurrieren. Das Headset dient als Testgelände für zukünftige KI-gesteuerte Datenbrillen und schafft die Voraussetzungen für eine breitere Akzeptanz.
Komfort und Praktikabilität: Früher Schluckauf
Das Headset ist nicht ohne Mängel. Obwohl es leicht ist, fühlt sich die Passform besonders für Brillenträger eng an. Der Versuch von Samsung, Brillen unterzubringen, indem man sie im Headset verkeilt, funktioniert, beeinträchtigt jedoch die Eye-Tracking-Funktionalität. Das magnetische Kopfkissen bietet begrenzte Größenanpassungen, was bei längerem Gebrauch zu Druckstellen und Beschwerden führt.
Gemini Live und die Grenzen der KI-Unterstützung
Samsung hat Gemini Live, den KI-Assistenten von Google, in das Headset integriert. Die KI kann Objekte in Echtzeit erkennen und zugehörige Informationen bereitstellen, ihr Nutzen ist jedoch derzeit begrenzt. Es hat Probleme mit grundlegenden Steuerfunktionen des Headsets (z. B. dem Schließen von Apps) und bietet nicht immer aufschlussreiche Ratschläge.
Google Maps: Eine Killer-App im Anfangsstadium
Der überzeugendste Anwendungsfall ist der immersive Modus von Google Maps. Die App bietet atemberaubende 3D-Rekonstruktionen von Städten und Unternehmen und bietet ein nahezu teleportationsähnliches Erlebnis. Allein diese Funktion rechtfertigt die Existenz des Headsets für Erstanwender, obwohl die Integration zwischen 2D- und 3D-Anzeigemodus noch verfeinert werden muss.
Ein Work in Progress
Abgesehen von diesen Highlights fühlt sich das Galaxy XR unvollendet an. Der Mangel an überzeugenden immersiven Apps und die Abhängigkeit von externen Controllern beim Spielen schränken seine derzeitige Attraktivität ein. Das Headset funktioniert am besten mit einem Samsung-Telefon, was darauf hindeutet, dass das Gesamterlebnis innerhalb des Ökosystems des Unternehmens optimiert wird.
Zusammenfassend ist das Samsung Galaxy XR ein überzeugender Proof of Concept und kein vollständig realisiertes Produkt. Es demonstriert das Potenzial der KI-gestützten Mixed Reality, rechtfertigt jedoch seinen Preis für die meisten Verbraucher nicht. Das Headset bereitet die Bühne für zukünftige Iterationen und dient als entscheidender Schritt zur Mainstream-Akzeptanz von XR.






























