Trump-Telefon: Verspätet, teurer und nicht in Amerika hergestellt

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Das Trump Mobile T1-Smartphone befindet sich trotz wiederholter Verzögerungen und wechselnder Versprechen weiterhin in der Entwicklung. Jüngsten Berichten zufolge wird das Gerät nun mehr kosten als ursprünglich angekündigt, Designänderungen aufweisen und trotz früherer Behauptungen nicht im Inland hergestellt werden.

Produktions-Realitätscheck

Führungskräfte von Trump Mobile präsentierten The Verge per Videoanruf ein fast fertiges Modell des T1. Die Kameraanordnung des Telefons wurde neu gestaltet und unterscheidet sich von den Bildern, die noch auf der Verkaufsseite des Unternehmens angezeigt werden. Dies geschah, nachdem der ursprüngliche Starttermin August 2025 ohne Veröffentlichung verstrichen war, was die Frage aufwirft, ob das Telefon jemals erscheinen wird. Die Trump Mobile-Website wirbt weiterhin für eine Veröffentlichung „später in diesem Jahr“ und spiegelt damit die Botschaften des letzten Jahres wider.

Das frühe Marketing des Unternehmens konzentrierte sich auf die Fertigung in den USA. Dieses Versprechen wurde jedoch inzwischen aufgegeben. Die Website bezeichnet das Telefon nun vage als „Proudly American“, ohne Angaben zu seiner Produktion im Ausland zu machen. Berichten zufolge ist ein überarbeitetes Startfenster für März festgelegt, dies bleibt jedoch unbestätigt.

Spezifikationen und Änderungen

Zu den beworbenen Spezifikationen gehören ein 6,25-Zoll-AMOLED-Bildschirm, eine 50-Megapixel-Hauptkamera mit unterstützenden 2-Megapixel-Objektiven, eine 16-Megapixel-Frontkamera, ein 5.000-mAh-Akku, Fingerabdruck- und Gesichtsentsperrung sowie 256 GB erweiterbarer Speicher. Das bei The Verge gezeigte Modell verfügt jedoch über einen größeren Bildschirm mit gebogenen Kanten (ein „Wasserfall-Display“), eine vertikale Kameraanordnung und verbesserte Hardware: einen Qualcomm Snapdragon 7-Serie-Prozessor, 512 GB Speicher und eine 50-Megapixel-Frontkamera. Das T1-Logo wird ebenfalls vor der Markteinführung entfernt, das Branding mit der amerikanischen Flagge bleibt jedoch erhalten.

Preisverwirrung

Frühanwender, die eine Anzahlung von 100 US-Dollar geleistet haben, sind weiterhin an den angekündigten Preis von 499 US-Dollar gebunden. Neue Käufer zahlen eine nicht näher festgelegte Prämie, obwohl Trump Mobile behauptet, dass sie unter 1.000 US-Dollar bleiben wird. Die Verzögerung wird auf die Entscheidung zurückgeführt, eine „Einstiegs“-Einführung zu umgehen und sich auf ein verfeinertes Produkt zu konzentrieren.

Berichten zufolge wird das Gerät in einem „begünstigten Land“ zusammengebaut und in Florida „endmontiert“, was Fragen über das Ausmaß der inländischen Beteiligung aufwirft. Der Begriff „begünstigte Nation“ bleibt undefiniert, was Unklarheiten über den tatsächlichen Produktionsursprung des Telefons hinterlässt.

Die Reise des Trump Mobile T1 verdeutlicht die Herausforderungen beim Eintritt in den wettbewerbsintensiven Smartphone-Markt, insbesondere wenn sich Versprechen einer inländischen Fertigung als nicht nachhaltig erweisen. Die Verschiebung der Preise und Spezifikationen signalisiert eine Neuausrichtung der Unternehmensstrategie angesichts der Produktionsrealitäten.