Cookies sind keine Zauberei. Es handelt sich lediglich um einfache Textdateien. Konkret handelt es sich dabei um Name-Wert-Paare, die auf Ihrer Festplatte gespeichert sind. Eine Website platziert sie dort. Die Website holt sie später zurück. Das ist der gesamte Lebenszyklus. Eine Website kann nur die Cookies lesen, die sie geschrieben hat. Es kann keine anderen Dateien ausspionieren. Es kann nichts anderes auf Ihrem Computer anzeigen.
Hier ist die technische Realität, wie sich diese Daten bewegen.
Der Anfragezyklus
Sie geben eine URL in Ihren Browser ein. Angenommen, es ist http://www.amazon.com. Ihr Browser sendet eine Anfrage an den Server von Amazon für die Startseite. Dies ist normaler Webverkehr.
Vor oder während dieser Anfrage überprüft Ihr Browser jedoch Ihren lokalen Speicher. Es sucht nach einer Cookie-Datei, die Amazon zuvor gesetzt hat.
Wenn er diese Datei findet, erfasst Ihr Browser alle darin enthaltenen Name-Wert-Paare. Diese Paare werden zusammen mit der URL-Anfrage an den Server von Amazon gesendet. Wenn keine Datei gefunden wird, wird nichts gesendet. Null Daten. Keine Kekse.
Serverseitige Logik
Der Webserver von Amazon empfängt die Anfrage. Es erhält auch die Cookie-Daten, sofern vorhanden.
Wenn Name-Wert-Paare eintreffen, verwendet Amazon diese. Vielleicht, um Sie eingeloggt zu halten. Vielleicht, um sich an Ihren Warenkorb zu erinnern.
Wenn keine Paare eintreffen, weiß Amazon, dass Sie neu sind. Sie waren noch nie dort. Der Server erstellt eine neue ID in seiner Datenbank. Anschließend sendet es einen Header zurück, der neue Name-Wert-Paare enthält. Ihr Computer empfängt diesen Header und speichert die Paare auf Ihrer Festplatte. Sie haben jetzt einen Keks.
Der Server kann diese Werte aktualisieren. Es kann sie verändern. Es kann jedes Mal, wenn Sie eine Seite besuchen und anfordern, neue Paare hinzufügen.
Ablauf und Pfad
Der Server sendet mehr als nur die Daten. Es enthält Metadaten.
Ein Schlüsselelement ist ein Ablaufdatum. Dadurch wird Ihrem Browser mitgeteilt, wann er das Cookie löschen soll.
Ein anderer ist ein Pfad. Dadurch wird eingeschränkt, welche Teile der Website auf das Cookie zugreifen können. Eine Site kann unterschiedliche Cookie-Werte mit unterschiedlichen Verzeichnissen verknüpfen. „/shop“ könnte andere Daten haben als „/blog“.
Benutzerkontrolle
Sie haben die Kontrolle über diesen Prozess. Es geschieht nicht automatisch.
Sie können in Ihrem Browser eine Option festlegen. Wenn eine Website versucht, Name-Wert-Paare zu senden, unterbricht Ihr Browser den Vorgang. Es informiert Sie.
Dann entscheiden Sie. Akzeptieren oder leugnen. Sie können Cookies vollständig blockieren. Oder sie gezielt zulassen. Das ist Ihr Hebel. Der Server sendet das Angebot. Sie tätigen den Anruf.
Die meisten Leute ändern die Einstellungen nie. Sie akzeptieren alles. Ist das klug? Vielleicht auch nicht. Aber die Option besteht.

































