Instagram verschärft seine Regeln gegenüber Content-Aggregatoren erheblich und weitet seine strengen Originalitätsrichtlinien von Reels auf Foto- und Karussellbeiträge aus. Diese Richtlinienänderung zielt darauf ab, die Interessen der ursprünglichen Ersteller zu schützen, indem sichergestellt wird, dass Konten, die in erster Linie die Arbeit anderer weiterveröffentlichen – ohne einen nennenswerten kreativen Mehrwert zu schaffen – von den Empfehlungsoberflächen entfernt werden.
Die neuen Regeln für Originalität
Der Kern dieses Updates ist eine klare Unterscheidung zwischen ursprünglicher Erstellung und passiver Aggregation. Gemäß den überarbeiteten Richtlinien gilt ein Konto als nicht für Empfehlungen qualifiziert, wenn es hauptsächlich von anderen erstellte Inhalte hochlädt, ohne „sinnvollen kreativen Input“ zu liefern.
Entscheidend ist, dass Instagram klargestellt hat, was nicht als Originalwerk gilt:
* Einfach einen Rahmen zu einem Bild hinzufügen.
* Nennung des ursprünglichen Erstellers in der Bildunterschrift.
* Neuveröffentlichung von Inhalten mit minimaler oder keiner Änderung.
Um als Original zu gelten, muss der Inhalt etwas sein, das der Benutzer selbst aufgenommen, entworfen oder materiell bearbeitet hat. Dadurch wird sichergestellt, dass der Algorithmus YouTubern Vorrang einräumt, die Zeit und Mühe in die Produktion einzigartiger Materialien investieren, und nicht denjenigen, die lediglich bestehende Trends kuratieren.
Welche Änderungen für Benutzer?
Es ist wichtig zu beachten, dass sich diese Richtlinie auf das Erkennen und nicht auf das direkte Folgen auswirkt. Die Art und Weise, wie Instagram Inhalte von Konten anzeigt, denen Sie bereits folgen, bleibt unverändert. Wenn Sie einem Aggregator-Konto folgen, werden dessen Beiträge weiterhin in Ihrem Feed angezeigt. Diese Konten werden jedoch nicht mehr in den Abschnitten „Vorgeschlagen“, auf der Seite „Erkunden“ oder in anderen Empfehlungsbereichen angezeigt, in denen normalerweise neue Zielgruppen gewonnen werden.
Bei Konten, die als nicht förderfähig gekennzeichnet sind, ist der Weg zur Wiederherstellung unkompliziert, erfordert jedoch konsequente Anstrengungen. Aggregatoren können ihren Kontostatus auf Aktualisierungen überprüfen und ihre Berechtigung wiedererlangen, wenn sich herausstellt, dass die Mehrheit ihrer Beiträge über einen Zeitraum von 30 Tagen original sind. Dies schafft einen starken Anreiz für Benutzer, vom einfachen Reposten zur echten Inhaltserstellung überzugehen.
Warum das für die Plattform wichtig ist
Dieser Schritt spiegelt einen breiteren Branchentrend zum Schutz der Schöpferwirtschaft wider. Da Social-Media-Plattformen um die Aufmerksamkeit der Nutzer konkurrieren, wird der Wert einzigartiger, qualitativ hochwertiger Inhalte immer wichtiger. Durch die Depriorisierung von Aggregatoren versucht Instagram:
- Ersteller belohnen: Stellen Sie sicher, dass Originalautoren die Sichtbarkeit und potenzielle Monetarisierungsmöglichkeiten erhalten, die ihre Arbeit verdient.
- Benutzererfahrung verbessern: Reduzieren Sie die Sättigung sich wiederholender Inhalte in Discovery-Feeds und bieten Sie Benutzern vielfältigeres und authentischeres Material.
- Fördern Sie die Authentizität: Fordern Sie Benutzer dazu auf, Tools zu verwenden, die legitimes Teilen ermöglichen, wie z. B. die kürzlich eingeführte Funktion „Repost“, die den Originalposter namentlich erwähnt und gleichzeitig ermöglicht, dass geteilte Inhalte im Profil eines Benutzers angezeigt werden.
Wichtige Erkenntnis: Die Plattform wandelt sich von einem Modell, das passive Kuration tolerierte, zu einem Modell, das aktive Anreize für aktive Kreation und korrekte Zuordnung bietet.
Fazit
Die Ausweitung der Originalitätsrichtlinien durch Instagram signalisiert einen entscheidenden Schritt, um authentischen Erstellern Vorrang vor Content-Aggregatoren zu geben. Durch die Entfernung von Repost-lastigen Konten aus Empfehlungsalgorithmen möchte die Plattform dies fördern
