Die Grenze zwischen menschlicher Schrift und künstlicher Erzeugung verschwimmt schnell. Substack hat gerade einen Schritt unternommen, um Ihnen zu helfen, den Unterschied zu erkennen. Die Plattform kündigte eine neue Funktion an, mit der Sie direkt in der App und im Web nach KI-generierten Inhalten suchen können. Es wird von einer Erkennungsmaschine einer Firma namens Pangram angetrieben. Dieses Tool befindet sich jetzt in Substack-Posts, Notizen, Antworten und sogar Kommentaren.
Die Logik hinter dem Update ist einfach genug. Nicht alles, was KI schreibt, ist Müll. Nicht jedes Schreiben mit geringem Aufwand erfolgt maschinell. Aber die Leser verdienen es zu wissen, wofür sie ihre Zeit investieren. Wenn Sie auf einen Artikel klicken und eine menschliche Stimme erwarten, fühlt es sich falsch an, wenn Sie feststellen, dass es sich nur um algorithmisches Rauschen handelt. Diese Diskrepanz ist das Problem, das Substack beheben möchte.
So verwenden Sie die KI-Erkennungsfunktion
Sie benötigen keine neue App, um dies zum Laufen zu bringen. Das Tool ist derzeit im Web und in der iOS-App verfügbar. Android-Nutzer müssen noch etwas warten. Um es zu verwenden, suchen Sie einfach in einem bestimmten Beitrag nach dem Dreipunktmenü „…“. Tippen Sie darauf. Wählen Sie „Nach KI-Text suchen“. Es erscheint sofort ein kleines Popup. Es zeigt eine prozentuale Aufschlüsselung: Wie viel ist wahrscheinlich KI-generiert, wie viel ist KI-unterstützt und wie viel ist rein menschlich.
Dafür gibt es Regeln. Der Text muss lang genug sein. Wenn Sie sich ein Snippet ansehen, das kürzer als 100 Wörter ist, schaltet das Tool ab. Es sind mehr Daten erforderlich, um einen Messwert zu liefern. Es gibt auch eine zeitliche Beschränkung. Teilnahmeberechtigt sind nur Inhalte, die am 21. Juli nach 11:30 Uhr pazifischer Zeit veröffentlicht wurden. Versuchen Sie, einen älteren Beitrag zu scannen, und Sie werden in einem Popup darüber informiert, dass er nicht teilnahmeberechtigt ist. Substack ist hinsichtlich der historischen Genauigkeit dieser Kennzahl vorsichtig.
Warum Substack sich um die Herkunft kümmert
Chris Best, der Mitbegründer und CEO, brachte es im Blogbeitrag zur Ankündigung klar auf den Punkt. Das Problem ist Täuschung. Wenn ein Leser zwanzig Minuten mit einem Aufsatz verbringt und dabei feststellt, dass keinerlei menschlicher Gedanke dahinter steckt, zerbricht das Vertrauen. Die Plattform versucht, dieses Vertrauen zu wahren.
Es ist erwähnenswert, dass die Erkennung auf der Initiative des Benutzers beruht. Pangram scannt Text nur, wenn Sie es darum bitten. Der Ball liegt beim Leser. Man muss die Wahrheit wissen wollen. Auch das Tool hat Grenzen. Es kann nicht erkannt werden, ob ein Mensch KI für Hintergrundrecherchen verwendet hat, bevor er einen Stift (oder eine Tastatur) in die Hand genommen hat. Es kennzeichnet nur die endgültige Textstruktur.
Best hat über das Tool sogar eine persönliche Notiz zu seinen eigenen Beiträgen hinzugefügt. „Ich bin immer noch dabei, das alles herauszufinden“, schrieb er. „In der Zwischenzeit gehören diese Worte mir, im Guten wie im Schlechten.“ Ein ehrliches Eingeständnis. Er will Transparenz, auch wenn die Entdeckungswissenschaft noch jung ist.
Funktionen für Autoren und Autoren
Es ist nicht nur ein Gadget für den Leser. Auch Schriftsteller bekommen Werkzeuge. Autoren können jetzt eine benutzerdefinierte Erklärung hinzufügen, die ihren Schreibprozess erläutert. Wenn Sie KI verwendet haben, sagen Sie es. Wenn Sie dies nicht getan haben, klären Sie dies ebenfalls. Dieser Hinweis wird angezeigt, wenn jemand das Erkennungstool für Ihre Arbeit ausführt.
Auch Autoren haben Macht. Wenn Sie der Meinung sind, dass Pangram Ihre Arbeit falsch gekennzeichnet hat, können Sie die Erkennung selbst durchführen und einen Bericht einreichen. Sie können den Befund anfechten. Sie können die KI-Erkennungsmarkierung sogar vollständig entfernen, indem Sie die Funktion für Ihre Inhalte deaktivieren. Sie haben die Wahl, ob die Beschriftung sichtbar bleiben soll, unabhängig davon, was der Algorithmus sagt.
Wie funktioniert es eigentlich unter der Haube? Pangram verwendet ein klassifizierendes neuronales Netzwerk. Es ist darauf trainiert, menschliche Muster von KI-Mustern zu unterscheiden. Um Voreingenommenheit zu vermeiden, trainierten sie das Modell mit von Menschen verfassten Texten, die vor 2021 veröffentlicht wurden. Das war, bevor generative KI das Internet überschwemmte. Dadurch wird sichergestellt, dass die Grundlinie für „Mensch“ rein ist. Es hält KI-generierte Proben aus den Trainingsdaten heraus, was spätere Fehlalarme verhindert.
Das Gesamtbild des Online-Schreibens
Wir leben in einer Zeit, in der die Menge an KI-Texten explodiert. Eine aktuelle Studie des Digital-Marketing-Unternehmens Graphito besagt, dass Online-Artikel, die hauptsächlich von KI geschrieben wurden, mittlerweile denen entsprechen, die von Menschen geschrieben wurden. Die Landschaft verändert sich rasant.
Mehrere Veröffentlichungen stießen auf Gegenreaktionen, weil sie auf KI setzten. Einige dieser Artikel waren voller Halluzinationen und Fehler. Andere wurden gefälschten Autoren zugeschrieben, die von KI erstellt wurden. Es entsteht eine Verwirrungsspirale. Die Leser wissen nicht mehr, wer real ist.
Substack sieht das kommen. Sie erwägen weitere Funktionen. Stellen Sie sich vor, Sie filtern Ihren Feed so, dass nur von Menschen geschriebene Inhalte angezeigt werden. Sie können die Einstellungen so festlegen, dass KI vollständig ausgeschlossen wird. Best sagt, dass sie auf das Feedback der Benutzer hören. Wenn Sie sich Reinheit wünschen, wird Ihnen das Werkzeug vielleicht bald diese geben.
Aber jetzt müssen Sie die Laufarbeit erledigen. Sie müssen auf dieses Menü tippen. Sie müssen scannen. Das Tool ist ein Anfang. Es ist kein perfektes Gleichgewicht. Es ist ein Signal im Rauschen. Wird es alles fangen? Wahrscheinlich nicht. Aber es stellt die richtige Frage: Wer spricht eigentlich mit Ihnen? Die Antwort ist wichtig.
































